SP-Wahl 2019







Vollwahlprgramm Die Linke.SDS 2019

Einleitung

Die verfassten Studierendenschaften sind Teil dieser Gesellschaft.
Es ist unsere Aufgabe im Rahmen unserer Möglichkeiten einen positiven
Beitrag für das Zusammenleben der Menschen in Deutschland und der
ganzen Welt zu leisten. Universitäten sind nicht nur reine Lernfabriken,
sondern Orte gesellschaftlicher Entwicklung und in vielen Ländern
Katalysatoren des Widerstandes gegen Unterdrückung und Gewalt.
Auch in Deutschland gingen in den 60er und 70er Jahren viele
Studierende auf die Straßen und erkämpften soziale und demokratische
Rechte. An diese Tradition wollen wir anknüpfen und als Studierenden
nicht nur passive Lehrinhalte konsumieren und dann nach Hause fahren.
Die Universitäten begreifen wir als Ort der Charakterbildung und auch
der politischen Bildung, die uns zu kritischen aktiven Teilnehmer*innen
im politischen Geschehen macht. Wir verbinden konkrete Hochschulpolitik mit
dem Anspruch als Studierendenschaft aktiv in die Politik einzuwirken, wenn
es beispielsweise gegen Faschismus oder Mietenwahnsinn geht, der viele
Studierende in ihrer Existenz bedroht. Wir wollen mit euch diskutieren und
fragen: "Welche Hochschule wollt ihr?", denn es gilt eine Vision der
Hochschule zu entwickeln, die Platz für jede*n einzelne*n lässt und
Bildung wieder als Charakterbildung begreift.

Nachhaltigkeit

Die ökologische Krise stellt uns vor massive Herausforderungen. Schaffen
wir es nicht, den tonnenweisen Ausstoß von Treibhausgasen zu stoppen,
bewegen wir uns unaufhaltsam auf ein ökologisches Desaster für Mensch,
Tier und Umwelt zu. Die Fridays for Future Bewegung formuliert daher
gerechtfertigt die Frage: 'Wieso sollen wir für eine Zukunft lernen, die nicht
lebenswert ist?". Bereits über 27.000 Wissenschaftler*Innen unterstützten
in einer gemeinsamen Stellungnahme die Streikenden und schreiben, dass
die Fakten schon längst wissenschaftlich gesichert auf dem Tisch liegen, und
es endlich Zeit ist zu handeln. Als Die Linke.SDS schließen wir uns diesen
Forderungen an. Als politische Menschen auf dem Campus stehen wir in der
Verantwortung das Thema Nachhaltigkeit fest im universitärem Alltag zu
verankern. Nachhaltigkeit hört nicht bei der Forderung nach größerem
veganen Angebot in den Mensen und Cafeterien auf, Nachhaltigkeit ist
eine Frage des Umgangs mit den Ressourcen unseres Planeten und dem
gegenseitigen Umgang miteinander.
Cafés und Mensen - Mehr Bio, mehr Vegan, mehr Fairness!
Wir setzen uns für ein vielfältiges, bezahlbares Angebot in den Mensen ein. Dabei soll besonders veganes Essen besser gekennzeichnet werden. Darüber hinaus sollte ein Fleisch- bzw. Fischgericht nicht günstiger sein als die vegetarische/vegane Alternative. Die Auswahl an veganen Gerichten muss weiter ausgebaut werden. Dabei sollen auch vermehrt Lebensmittel in Bio-Qualität und aus fairem Handel verwertet werden. Auch in den Cafeterien soll es mehr gut gekennzeichnete vegane Snacks geben. Die Kapazitäten der Cafeterien und Mensen muss zudem der steigenden Studierendenzahl angepasst werden.
Liebe geht durch den Magen: Veganen Brunch ausbauen!
Der regelmäßig durchgeführte vegane Brunch, aktuell „nachhaltiger Brunch“* genannt, stellt für Veganer*innen oder vegan-interessierte Studierende der HHU eine deutliche Erleichterung der Versorgung mit Essen dar. Er ist auch ein Ort des sozialen Zusammenkommens und Anlass zum Austausch über nachhaltige Lebensweisen. Wir sehen in der Idee des veganen Brunchs weitaus mehr als nur das gelegentliche Essen gegen Spende: Ein veganer Brunch hat das Potenzial, den Kontakt des AStA und seiner zahlreichen Referate zur Studierendenschaft zu intensivieren und sollte somit einer der Fixpunkte der studentischen Initiativen an der HHU sein. Regelmäßig sollen die Referate hier ihre Arbeit präsentieren. Eine Öffnung gegenüber privaten Unternehmen lehnen wir ab. Wir wollen die ehrenamtlichen Helfer*innen entlasten und setzen uns für Stellenausbau des Brunches ein. Darüber hinaus soll der Brunch wieder wöchentlich stattfinden. Die Kooperation mit dem Foodsharing wollen wir konsequent ausbauen.
Her mit der uneingeschränkten Zivil- und Nachhaltigkeitsklausel!
Forschung, Lehre und Studium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sind friedlichen Zielen verpflichtet, sie tragen zur Völkerverständigung bei und erfolgen in der Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung der natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen." (Grundordnung vom 18.3.2015; §1 (3))
Die Ressourcen der Welt sind endlich. Es wird nicht gemeinsam darüber diskutiert und entschieden, wie welche Rohstoffe verwendet werden, sondern es gilt das "Recht des Stärkeren". Wir sind der Auffassung, dass Universitäten hier ihre Verantwortung für unsere Zukunft erkennen und einen globalen, friedlichen und demokratischen Diskurs über die Verwendung von Rohstoffen ermöglichen sollen. Damit zusammen hängt die Forderung nach der Zivilklausel. Universitäten sollen sich nicht an der Vorbereitung und Ermöglichung von Kriegen durch Rüstungsforschung beteiligen dürfen. Leider ist die Nachhaltigkeits- u. Zivilklausel der HHU schwach formuliert und kann jederzeit umgangen werden. Wir fordern daher eine Verschärfung und Kontrollinstanz für diese Klausel. Dies ist insbesondere wichtig, da die Nachhaltigkeits- u. Zivilklausel aus dem neuen Hochschulgesetz gestrichen werden soll. Schwarz-Gelb möchte eine Öffnung der Universitäten für Rüstungskonzerne herbeisehnt.
Gegen jede Form von Tierversuchen, auch an unserer Universität!
Wir halten Tierversuche nach aktuellem Stand der Forschung für ethisch nicht vertretbar. Ohne Einschränkung des rechtlichen Rahmens können Alternativen nur langsam finanziert und verbessert werden. Wir fordern unter anderem, dass die HHU sich von Tierversuchen lossagt und verstärkt auf Computermodelle sowie das Sezieren natürlich verstorbener Tiere setzt! Wir setzen uns dafür ein, dass Studierende verpflichtend darüber aufgeklärt werden, dass sie an Tierversuchen und Präparationen in ihrem Studiengang nicht teilnehmen müssen. Die rechtliche Grundlage existiert, eine verpflichtende Aufklärung findet jedoch an der HHU nicht vor Beginn der Kurse statt. Wir fordern volle Transparenz in Sachen Tierversuche und wollen jährlich bei einer Veranstaltung zu Tierethik eine aktualisierte Broschüre zur Tierversuchsanlage veröffentlichen. Nur eine informierte Studierendenschaft kann darüber entscheiden, was auf dem Campus geschieht.
Semesterticket jetzt und in Zukunft!
Wir setzen uns für den Erhalt eines solidarisch finanzierten und bezahlbaren Semestertickets ein. Ein solches gilt es zu verteidigen. Ausbau und Verbesserung der Bus- und Bahnlinien Düsseldorfs kommen allen Studierenden zu Gute. Deshalb setzen wir uns für eine enge Zusammenarbeit der Studierendenvertretung mit der Rheinbahn und der Stadt Düsseldorf ein. Den fahrscheinlosen ÖPNV sehen wir als anzustrebendes Modell für die Mobilität der Zukunft.

Hochschule auf links drehen

Die Hochschule ist ein zentraler und bedeutender Ort in der aktuellen Gesellschaft. Er spiegelt zugleich die Konflikte wider, die wir auf der Straße, am Arbeitsplatz oder in politischen Prozessen sehen. Der Campus ist der zentrale Ort, an dem wir mehrere Jahre geprägt werden. Seit Jahren beobachten wir, wie die Campuskultur an der HHU durch immer mehr Verbote und Bürokratie abnimmt, politische Bildung und eigene kulturelle Aktivität verschwindet oder ausgelagert wird. Gleichzeitig wird in NRW ein neues Hochschulgesetz eingeführt, welches Mitbestimmung von Studierenden als 'unnötige Bürokratie' erachtet. Arbeitsbedingungen werden schlechter und die Menschen vereinzeln in ihren Instituten und Fakultäten. Wir fordern daher eine Wiederbelebung des Campus, mehr Raum für Bildung und Kultur, mehr Raum für Begegnung. Diese Forderungen, die sich auf die HHU beziehen, können nicht verstanden werden, ohne den enormen finanziellen Druck der Politik auf die Hochschulen zu berücksichtigen. Studierende sollen in immer kürzerer Zeit studieren, dabei bleibt keine Zeit für eigene Bildung und gesellschaftliches/politisches Engagement. Wir wollen mit unseren Forderungen konkrete Vorschläge für den Campus vor Ort, verbunden mit klaren hochschulpolitischen Positionen und einer Absage zum Schwarz-Gelben Studierendengängelungsgesetz.
Keine Verschulung der Universität!
Wir setzen uns für ein selbstbestimmtes Studium und gegen eine Verschulung der Universität ein. Die Einführung von Bachelor und Master im Rahmen des Bologna-Prozesses nimmt Studierenden die Möglichkeit eines unabhängigen, flexiblen und selbstständigen Studiums. Was bleibt? Eine auf Verwertbarkeit und Effizienz getrimmte Lernfabrik, die keinen Raum für kritisches Denken und akademische Freiheit lässt. Wir positionieren uns daher klar gegen Bologna und seine Auswüchse, setzen uns aktiv gegen Anwesenheitspflichten ein und treten ein für ein selbstbestimmtes, interessengeleitetes Studium, ohne das Druckmittel „Regelstudienzeit“.
Keine Drei-Versuchs-Regelung!
Die Universität soll ein Ort des freien Lehrens und Lernens sein. Der weitere Bildungsweg und Bildungschancen von Studierenden dürfen nicht komplett an einer einzelnen Prüfung hängen. Studieren sollte dazu dienen, das eigene und gesellschaftliche Denken und Wissen zu erweitern. Die hinter diesem Vorschlag stehende extreme Bürokratisierung von Bildung fördert stattdessen stumpfes Bulimie-Lernen ohne langfristig persönlich und gesellschaftlich positive Resultate. Daher fordern wir die Abschaffung der drei-Versuchs-Regelung.
Keine Zwangsexmatrikulationen!
Wer in den ersten drei Semestern keine Credit-Points erwirbt, soll zwangsexmatrikuliert werden? Das ist falsch. Die Universität darf kein Ort zur ausschließlichen Produktion von Arbeitskräften sein. Bildung ist eine notwendige Grundlage für eine funktionierende Demokratie. Während des Studiums können verschiedene persönliche Situationen (Schwangerschaft, ökonomische Probleme, Krankheit etc.) oder ehrenamtliches Engagement den längeren Nichterwerb von Credit Points bedingen. Als Maßnahme gegen die sogenannten „Ticketstudierenden“ wäre so eine Regelung fehlgeleitet. Ohne die Sozialbeiträge solcher Studierender würde das Studierendenwerk eine riesige Haushaltslücke erleiden, die unter anderem zu höheren Preisen in Mensen und Cafeterien führen würden.
Für die Etablierung eines alternativen Veranstaltungsverzeichnisses!
Das Lehrangebot an unserer Universität ist vielseitig, doch zu einigen Themen gibt es nur wenige Seminare und Interessierte können diese oft nicht wahrnehmen. Das Wissen zu vielen interessanten Themen ist an der Universität jedoch vorhanden - im Wissens- und Erfahrungsschatz ihrer Studierenden. Wir wollen ein alternatives, von Studierenden selbstorganisiertes Lehrangebot an unserer Universität mit eigenem Vorlesungsverzeichnis aufbauen, in dem auch bereits jetzt stattfindende Veranstaltungen abseits des bestehenden Vorlesungsverzeichnisses stattfinden; ähnliche Projekte gibt es mit großem Erfolg, z.B. in Frankfurt oder Berlin, sie können uns Orientierungshilfen beim Aufbau unserer alternativen Lehre bieten und Freund*innen und Genoss*innen, die beim Aufbau dieser Projekte mitgearbeitet haben, werden uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Wissenschaft findet auf dem Campus statt!
Exzellenzinitiative, Tenure-Track, Drittmittelbilanzen. Noch nie etwas von diesen Begriffen gehört? Dabei strukturieren sie Lehre und Forschung und sind zentrale Begriffe der Wissenschaftspolitik. Wir fordern eine weitere Stelle im Hochschulpolitikreferat, welche Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen zu wissenschaftspolitischen Fragestellungen abhält. Diese Stelle kann auch beratend in Fragen der selbstorganisierten Lehre von Studierenden wirken.
Gegen jede Form von Studiengebühren!
Bildung ist ein Recht und keine Ware. Sie ist außerdem eine notwendige Grundlage für eine funktionierende Demokratie. Jedem Menschen sollte daher der Zugang zu Bildung so einfach wie möglich gemacht werden. Die ökonomischen Schranken hierfür niederzureißen, die Studiengebühren also abzuschaffen, sehen wir als eine der wichtigsten Errungenschaften der organisierten Studierendenschaft an. Sie legte die Grundlage dafür, dass viele heutige Studierende ihr Recht auf Bildung nutzen können. Die Auswirkungen der von Schwarz-Gelb in NRW zur Diskussion gestellten Gebühren lässt sich in Baden-Württemberg gut beobachten.
Gegen kommerzielle Werbung an der Uni!
Um eine angenehme und der Wissenschaft und Lehre gewidmete Atmosphäre auf dem Campus zu schaffen, fordern wir, angegliedert an unsere Forderung nach der Verbannung der Interessen der Wirtschaft aus der Forschung, den Schutz des Campus als Raum frei von kommerzieller Werbung. Bereits heute versuchen Unternehmen wie die Deutsche Hochschulwerbung diesen Freiraum wirtschaftlich nutzbar zu machen. Werbung allerdings steht dem gesellschaftlichen Zweck von Universitäten diametral entgegen. Das Forschungsprogramm an Universitäten soll sich nach den Interessen der Gesellschaft richten. Das private Interesse weniger kapitalistischer Akteur*innen darf hierbei keinen Einfluss ausüben. Die Präsenz von Vertreter*innen der Privatwirtschaft unter Ausschluss der Studierendenschaft im Hochschulrat lehnen wir ebenso strikt ab. Wir wollen alle Verträge des AStA evaluieren, die Klauseln für Werbung von Unternehmen enthalten. Darüber hinaus soll es eine vom AStA veranstaltete Aufklärungsveranstaltung zur deutschen Hochschulwerbung geben.
Mehr Kultur - Mehr Freiräume!
Eine neue Partyfläche ist nötig! Seitdem 2015 der SP-Saal als Partyfläche aufgrund von Brandschutzbestimmungen geschlossen wurde, haben Fachschaften und studentische Initiativen es besonders schwer, am Campus eine Party zu veranstalten. Das Foyer von Gebäude 23.01 wird nur für einen vierstelligen Betrag vermietet. Aktivitäten des Kulturreferates, Spieleabende oder Leseabende verschwinden in irgendwelchen Universitätsräumen, anstatt zentral neben der Bibliothek sichtbar zu sein. Eine ganze Generation an Studierenden kennt diese legendären 'SP-Saal-Partys' inzwischen nicht mehr. Wir fordern eine zusätzliche Fläche, auf der die Studierenden günstig zu verschiedensten Anlässen feiern können. Günstig, unbürokratisch und von den Studierenden selbst verwaltet!
Für einen bunten Campus!
Der Campus ist grau und vermittelt eine 60iger Jahre Betonästhetik, die weder einladend ist, noch schön aussieht. Die Art und Weise, wie ein Campus gebaut ist und wie er aussieht, lädt zum Verweilen, zum Quatschen, Sitzen und Diskutieren ein. Ein Campus, auf dem man sich gern aufhält, ist grün, abwechslungsreich und bietet Möglichkeiten des gemeinsamen Gestaltens. Wir fordern daher die Möglichkeit der studentischen Mitbestimmung beim Außenbild des Campus. Die Gebäude sollen z.B. durch Graffiti verschönert werden und es muss neue Flächen zum Grillen und für andere Aktivitäten geben.
Ein Campus muss politisch sein!
Um den AStA der HHU wieder politisch zu machen, fordern wir den Beitritt in den Freien Zusammenschluss von Student*innenschaften (fzs) , denn Politik wird nicht nur im warmen AStA-Büro bei Pizza und Bier gemacht, sondern auch auf der Straße. Wir können uns nicht auf kleinen Erfolgen ausruhen und uns mit ihnen zufrieden geben. Um tiefgreifende Verbesserungen im Bildungssystem der Universitäten und Hochschulen zu erreichen, braucht es die Zusammenarbeit der verschiedenen Studierendenvertretungen. Nur auf der Basis solidarischer Zusammenarbeit können wir den bildungspolitischen Auswüchsen des kapitalistischen Systems und dem stattfindenen Rechtsruck in unserer Gesellschaft entgegentreten. Ob Sexismus, Rassismus oder eine andere Form der Diskriminierung – wir sagen: Nie wieder! Mit dem fzs besteht bereits eine Plattform, die sich diese und andere Ziele gesetzt hat. Die Vertretungen von Studierendenschaften von über 70 Universitäten und Hochschulen sind darin zusammengeschlossen, um den Kampf für eine freie Gesellschaft fern kapitalistischer Verwertungslogik und fern von Diskriminierung jeder Art gemeinsam zu führen.
Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte und SHK-Räte stärken!
Studentischen Hilfskräften, kommt in der Umsetzung von Forschung und Lehre an der HHU eine wichtige Rolle zu. Ohne sie könnte der Universitäre Betrieb nicht so ablaufen, wie er es tut. Obwohl studentische Hilfskräfte an den Lehrstühlen der HHU arbeiten sind sie nicht im Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Ganz im Gegensatz z.B. zu studentischen Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung. Diese nicht-Berücksichtigung ist ungerecht und willkürlich. Darüberhinaus sollen die bestehenden Räte um Stellvertreter*innenpositionen erweitert werden, um zu verhindern, dass gewählte Vertreter*innen ihrer Arbeit nicht nachgehen. Die Durchsetzung von Arbeitsrechten lässt isch nur mit einer starken Personalvertretung gewährleisten!
WLAN weiter ausbauen!
Die Abdeckung und Zuverlässigkeit des drahtlosen Netzwerks an unserer Universität ist befriedigend, muss aber deutlich verbessert werden. Wir setzen uns für eine Beseitigung der „weißen Flecken“ auf dem Campus ein. Auch die Außenbereiche auf dem Campus sollten in das Netzwerk integriert werden. Der Ausbau soll dabei auf Basis des Eduroam-Standards oder durch Freifunk geschehen. Der Zugang zum Internet ist die Grundlage des Studiums an unserer Universität und sollte eine hohe Priorität haben. Der Zugang zum öffentlichen Netzwerk der Universität muss auf jedem Gerät einfach möglich sein. Wir setzen uns dafür ein, dass die Nutzung aller technischen Möglichkeiten und Angebote der Universität zum Teil der Erstsemestereinführung wird.

Feminismus

All-gender-Toiletten ausbauen!
Wir stehen ein gegen jegliche Form der Diskriminierung. Daher fordern wir auch für Menschen, die sich nicht dem binären Geschlechterkonzept unterordnen, d. h. sich nicht als entweder Frau oder Mann identifizieren, eine Möglichkeit ohne ein ungutes Gefühl öffentliche Sanitäranlagen zu nutzen. Die Umwidmung von sieben Toilettenräumen, die jetzt umgesetzt wird sehen wir daher als Schritt in die richtige Richtung. Auf einem Campus wie dem der HHU sind sieben Räume allerdings sehr wenig, daher fordern wir den Ausbau der all-Gender-Toiletten dahingehend, dass mindestens eine Toilette in jedem Gebäudeteil umgewidmet wird. So ist die Erreichbarkeit der Toilettenräume für alle Personen sichergestellt.
Räumlichkeiten für das Tinbi-Referat!
Das Referat für Trans- inter und nicht-binäre Studierende hat immer noch keine Räume. Daher wollen wir uns gemeinsam bei der Uni dafür einsetzen, dass ihnen Räume gegeben werden, in denen sie vernünftig arbeiten können.
Tampon-Automaten auf den Toiletten!
Feministischen Streik an die Uni bringen!
Genossinnen von uns waren an der Organisation des diesjährigen feministischen Streiks beteiligt. Für das nächste Jahr wollen wir sie dabei unterstützen, auch an der Uni aktiver zu werben, oder mit Stellen an der Uni für den Streik zusammen zu arbeiten.

Wohnraum

Wohnraumknappheit entgegentreten - Mietpreiswahnsinn stoppen!
Die Situation auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu. Düsseldorf gehört zu den teuersten Hochschulstädten Deutschlands und auch die Mietpreisbremse steuert dieser Entwicklung nicht stark genug entgegen, sodass Studierende auch weiterhin dazu gezwungen sind, den Großteil ihres monatlichen Budgets in Wohnraum zu investieren. Durch die steigende Anzahl der Studierenden an der Heinrich-Heine-Universität weitet sich die prekäre Situation auf dem Wohnungsmarktes weiter aus, eine Entlastung der angespannten Mietsituation durch das Studierendenwerk ist also essentiell. Wir möchten den Dialog mit dem Studierendenwerk und der Kommunalpolitik suchen und fordern: Mehr bezahlbarer Wohnraum - jetzt!
Rein in die Stadtgesellschaft - Bündnisarbeit organisieren!
Die Katastrophale Wohnungspolitik der Stadt hat engagierte Bürger*innen auf den Plan gerufen, die sich organisieren und versuchen Druck auf die Verantwrtlichen zu erzeugen, um den Ausverkauf der Stadt zu stoppen. Da bezahlbarer Wohnraum ein essentielles Bedürfnis auch von Studierenden ist, soll sich der AStA aktiv in Bündnisse einbringen und bspw. mit Ständen oder Veranstaltungen am Campus unterstützen.

Antifaschismus

Identitäre Bewegung und faschistoide Burschenschaften vom Campus scheuchen! - Antifa-Referat jetzt!
Seit letztem Jahr ist die faschistische Organisation „Identitäre Bewegung“ (IB) zunehmend auf unserem Campus, wie auch an anderen deutschen Unis, aktiv. Verbandelt sind sie in Düsseldorf außerdem mit der faschistoiden Burschenschaft "Rhenania Salingia.
Wer die Universitäten kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Es ist im Interesse aller Demokrat*innen, den Vorstoß faschistischer Kräfte entschieden abzublocken. Der AStA muss sich dieser Aufgabe in Kooperation mit engagierten Teilen der Studierendenschaft stellen. Um Studierende über faschistische Ideologien aufzuklären und Einrichtungen der verfassten Studierendenschaft vor faschistischen Übergriffen zu schützen fordern wir ein Antifa-Referat, das sich mit Faschismus am Campus und in der Gesellschaft auseinandersetzt.
Geflüchteten helfen, auch auf dem Campus!
Die Studierendenschaft existiert nicht im luftleerem Raum. Wir sind in einem komplexen System gesellschaftlicher Abhängigkeiten. In diesem Sinne hat auch die Studierendenschaft – und ihr oberstes Organ: Der AStA – eine gesellschaftliche Verantwortung. Im Alltagsleben, sowie in der Lehre, ist es wichtig, die übliche Kommunikationssprache zu beherrschen. Damit auch Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden eine (universitäre) Perspektive haben, setzen wir uns für das Angebot von Sprachkursen ein. Besonders für die Integration von in den letzten Jahren nach Deutschland geflüchteten Menschen sind solche Sprachkurse wichtig.
Anti-Diskriminierungs-Stelle erhalten und stärken!
Durch unsere Koalitionsarbeit konnte 2017 eine aktive Stelle für betroffene von Rassismus/Diskriminierung geschaffen werden. Diese Stelle ist weiterhin politisch relevant, also werden wir sie auch erhalten und finanziell gut ausstatten

Außerdem:
Für eine barrierefreie Uni!
Altersdiskriminierung bei Studierenden-Tarifen abschaffen! 
Für bessere Arbeitsbedingungen der Beschäftigten der HHU!
Für die Ausweitung gleichberechtigter Mitbestimmung aller Statusgruppen durch Einführung der Viertelparität in allen Gremien!
Für den Ausbau von Lehrangeboten und Forschung zu kritischer und marxistischer Wissenschaft!
Tampon-Automaten auf den Toiletten!


Offizielles Wahlergebnis

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