Montag, 18. April 2016

Düsseldorf - eine Stadt zum leben

Vor kurzem hat das Beratungsunternehmen Mercer weltweit Städte nach ihrer Lebensqualität für dorthin endsandte Mitarbeiter_Innen bewertet. Düsseldorf kam auf Platz 6. Auch wir finden Düsseldorf lebenswert. Wenn es da nicht ein paar Sachen gäbe...

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DÜGIDA

... läuft nicht mehr. Das wurde Dank einiger Düsseldorfer_Innen möglich gemacht. Regelmäßige kreative Proteste und auch das Anpacken waren hier notwendig um das propagieren von Rassismus und Antimuslimischem Hass zu stoppen. Was am Anfang groß mit dem Düsseldorfer Appel startete, war schnell weg von der Straße. Frei nach dem Motto "Wenn wir die nicht mehr beachten, laufen die nicht mehr". Klappt in Dresden schon nicht. Klappte auch hier nicht. Die bürgerlichen Parteien und die Mehrheit der Düsseldorfer_Innen wollte nichts gegen die Nazis tun, die sie jeden Montag am Bahnhof hätten stören können.

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UmFAIRteilung

... ist dringend nötig. An vielen Ecken fällt der Unterschied in dieser Stadt sehr deutlich auf. Während die einen schon nicht mehr wissen, wo sie ihre Nobelkarossen noch parken sollen, werden andere für das Fahren ohne Ticket ins Gefängnis gesteckt. Während auf der KÖ dem Luxus gefröhnt wird, ist die Zahl der Obdachlosen in der Stadt sehr hoch. Sie leben vor unseren Augen im Schmutz, während der Champagner weiter fließt.

Verdrängung

... will die AMPEL-Koalition im Stadtrat auch nicht aufhalten. Während die Mieten weiter wachsen und für Menschen mit kleinem Geldbeutel kaum noch erschwinglich sind, sind Wohnungen für Hartz-4-Empfänger_Innen quasi nicht mehr verfügbar. Düsseldorf soll nur noch arbeitssame oder wahlweise reiche Menschen beherbergen. Alle anderen können ja reinpendeln. Mal abgesehen von den dauerverstopften Straßen, dem Lärm und dem Schmutz durch ätzenden Individualverkehr wird hier eine Stadt geschaffen, in der eine bestimmte Klasse an Menschen nicht mehr zu finden sein wird. Das wird bewusst so von allen Parteien im Stadtrat (außer der LINKEN) getragen. Eine kommunale Wohnungsbaugenossenschaft ist nötig. Von den Menschen die hier leben, für die Menschen die hier leben. Wohnungen die nicht der Kapitalmarktlogik unterworfen sind, sind bitter nötig.

Schön hier zu leben? Damit das für alle so wird, muss sich hier noch einiges tun!


1=Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsallee_%28D%C3%BCsseldorf%29#/media/File:Koenigsallee_okt2004.jpg  GNU-lizensiert
2=Quelle: https://i.ytimg.com/vi/SurkIDccV7U/maxresdefault.jpg Creative-Commons-lizensiert

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