Mittwoch, 3. Dezember 2014

DüGiDa: RechtspopulistInnen und Neonazis wollen demonstrieren

RechtspopulistInnen und Neonazis wollen am 8. Dezember in Düsseldorf demonstrieren – AntifaschistInnen rufen zum Protest „Gegen jede rassistische Hetze!“ auf.
Bereits am 24. November berichtete der von der „LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen“ betriebene Blog „NRW rechtsaußen“, dass aus rechtspopulistischen Kreisen für den 8. Dezember eine nrw-weite, antimuslimische Demonstration unter dem Motto „NRW gegen Islamisierung“ in Düsseldorf in Planung sei. [1] Antifaschistinnen und Antifaschisten aus Düsseldorf rufen ebenso wie weitere Organisationen und Initiativen [2] zu Gegenprotesten auf.
Veranstaltet wird die Aktion von „DÜGIDA – Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes“, einer zwischenzeitlich offiziellen Untergruppierung von „PEGIDA – Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Federführend organisiert wird sie u.a. von Alexander und Angela Heumann aus Düsseldorf. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Alexander Heumann war im Mai 2014 Kommunalwahlkandidat der „Alternative für Deutschland“ (AfD), gehört dem Vorstand der rassistischen “Bürgerbewegung Pax Europa” an und hielt zuletzt auf der Kundgebung der „Hooligans gegen Salafisten“ (HOGESA) in Hannover eine Rede. Auch Angela Heumann trat als AfD-Kommunalwahlkandidatin in Erscheinung. Beide gehören dem Rechtsaußenflügel der AfD an und wirken in der „Patriotischen Plattform“ mit.
Die Aktion wird von DÜGIDA als „1. Spaziergang“ angekündigt. Sammelpunkt ist der Platz des Landtages, bislang haben fast 1.000 Personen in sozialen Netzwerken ihre Teilnahme angekündigt. Offenbar sind zukünftig wöchentliche „Abendspaziergänge nach dem Dresdner Vorbild“ in Planung.
Kai Rudolph, Sprecher der Düsseldorfer Antifaschistinnen und Antifaschisten: „Die immer größer werdenden PEGIDA-Demos in Dresden, mehrere HOGESA-Demos und auch ein Blick auf die Liste der für den 8. Dezember angekündigten Personen zeigen, wer sich hier zusammenfindet.
Vom rassistischen Stammtischpersonal und Bürgermob über RechtspopulistInnen, NPD-ParteigängerInnen und rechten Hooligans bis hin zu organisierten, militanten Neonazis ist alles vertreten, was das heutige Rechtsaußen-Spektrum hergibt. Beim Thema ‚Gegen die Islamisierung des Abendlands‘ verwundert dieses Bündnis nicht: Der gemeinsame Feind ist eine multikulturelle Gesellschaft – transportiert über Begrifflichkeiten wie ‚Salafismus‘ und ‚Islamisierung‘, der gemeinsame Bezugspunkt heißt Nationalismus.“
Rudolph: „Wir rufen dazu auf, sich am 8. Dezember um 17.30 Uhr zum Protest gegen die DÜGIDA-Aktion unter dem Motto ‚Gegen jede rassistische Hetze! Gegen Rechtspopulismus und Neonazismus!‘ am Johannes-Rau-Platz an der Rheinkniebrücke zu versammeln.

[1] http://nrwrex.wordpress.com/2014/11/24/d-pegida-demo-am-8-dezember-in-dusseldorf-angekundigt/
[2] http://www.stay-duesseldorf.de/dusseldorf-sagt-refugees-welcome-fluchtlinge-seid-willkommen-in-unserer-stadt-ist-kein-platz-fur-rassistische-hetze/

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