Donnerstag, 19. Dezember 2013

Ein paar Gedanken zu den anstehenden Feiertagen

Liebe Genoss*innen, Freund*innen, Interessent*innen und Besucher*innen! Weihnachten steht vor der Tür.
Es sollte eine Zeit der Besinnung sein, in der man sich daran erinnert dankbar zu sein und anderen Menschen Zuneigung und Mitgefühl darzubringen.
Trotzdem ist Weihnachten im letzten Jahrhundert immer mehr zu einem Paradebeispiel der Kommerzialisierung geworden.

Das Fest Weihnachten wird immer mehr von Marketing-Expert*innen, Werbe-Agenturen und Medien-Macher*innen ausgenutzt um dem*der einzelnen Bürger*in unbedingt die neuesten und besten Produkte zum Weiterverschenken zu verkaufen. Dabei wird der*die Einzelne geschickt beeinflusst und lässt sich von Marketing-Planer*innen durch die Stadt und die Online-Einkaufsplattformen hetzen, um am Ende vor allem diesen Firmen in Form eines riesigen Umsatzes eine Freude zu machen. Dabei geht der eigentliche Grundgedanke von Weihnachten völlig unter: Ein Fest der Nächstenliebe und Solidarität zu feiern.

Durch die ständige Desensibilisierung der Bevölkerung durch die Medien verlieren die meisten aus den Augen, dass es auf der Welt noch andere Menschen gibt, welche nicht den Reichtum besitzen, der uns zu Teil wird. Außerdem sind es fast immer diese Menschen, welche für die Produkte äußerst hart arbeiten, die wir dann an Weihnachten verschenken.
Das Prinzip der kapitalistischen Marktwirtschaft wird an Festen wie Weihnachten auf die Spitze getrieben, indem die Bürger*innen zum nahezu wahllosen kaufen von "überteuerten" Produkten angehalten werden, die sie aller Wahrscheinlichkeit nach gar nicht benötigen. Dabei sind die Leidtragenden die ausgebeuteten und in Armut gehaltenen Bevölkerungsschichten im globalen Süden. Nicht nur, weil sie mit Hungerlöhnen zu unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen, sondern weil auch zumeist die Produktion an sich die natürlichen Lebensgrundlagen in den Produktionsländern zerstört. Produziert wird ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt, denn soziale und ökologische Mindeststandards verringern den Profit der Konzerne. Es ist der Quartalsgewinn am Ende des Jahres, mit dem sich diese auf Kosten anderer beschenken, während zeitgleich gegenüber den Arbeiter*innen eine der übelsten Formen des Sozialdarwinismus betrieben wird, den wir als Linksjugend ['solid] generell nicht gutheißen können und wollen.

Daher möchten wir als Linksjugend ['solid] darauf aufmerksam machen und uns für die Menschen einsetzen, welche unsere Hilfe am nötigsten haben.
Warum also zu Weihnachten nicht auch mal was selbstgemachtes verschenken? Warum nicht nur der Familie und den Freunden sondern allen Menschen auf der Welt gedenken?
Wir wünschen euch ein stressfreies Weihnachten und erholsame Ferientage!

Solidarische Grüße,
Linksjugend ['solid] Düsseldorf

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